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- 12.6.2010: Vokabeln lernen in Bewegung
- 10.6.2010: Komm, verschwende Deine Zeit - mit Bildung nur für Dich!
- 9.6.2010: Konzentration, Koordination auf der Slackline
- 3.6.2010: Sprachen spielerisch üben und dabei die Kreativität schulen!
- 2.6.2010: Speed Stacking - das schnelle Becherstapeln macht schlau!
- 31.5.2010: Optimale Prüfungsvorbereitung durch Nichts-Tun!
- 22.5.2010: Das digitale Netz verändert das Denken
Archiv der Kategorie News aus der Lernwelt
Vokabeln lernen in Bewegung
12.6.2010 von admin.
Dass Bewegung das Einprägen von Informationen beschleunigt, ist längt bekannt. Dennoch wird dieses Wissen meiner Meinung noch viel zu wenig genutzt! Wie man Bewegung beim Vokabeln lernen sinnvoll einsetzen kann, demonstriert ein TV-Beitrag. Darin werden Studenten beobachtet, wie sie japanisch lernen. Die eine Gruppe lernt nach der herkömmlichen Methode im Sitzen und mit schriftlichem Material. Die andere Gruppe lernt im Stehen, die Wörter und Sätze werden mit Beamer an die Wand geschlagen und zu jedem Wort / Begriff werden unterschiedliche Bewegungen gemacht. Sieht also ein bisschen aus wie eine Gymnastik-Gruppe.
Nach zwei Wochen werden die Studenten zum Test gebeten. Ergebnis: diejenigen, die mit Bewegung gelernt haben, haben doppelt so viel behalten wie die anderen. Super, oder?
Die Bewegung dient hier einerseits als Merk-Turbo andererseits als Anker für die Wörter. Weiß ich z.B. einzelne Begriffe nicht mehr, brauche ich nur die Bewegung machen und die Erinnerung kommt zurück.
Wie das Ganze aussieht, könnte Ihr in diesem kurzen Film sehen.
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Komm, verschwende Deine Zeit - mit Bildung nur für Dich!
10.6.2010 von admin.
Auch wenn Schüler und Schülerinnen meist nur als zukünftige Wirtschaftsfaktoren angesehen werden, so muss das nicht sein - Dänemark macht vor, wie es auch anders geht. Wo anderswo die Schulabgänger/innen sich nach Praktikums-, Ausbildungs- oder Studienplätzen umsehen, um möglichst schnell in den Beurf gehen zu können, ist es in Dänemark eher üblich nach der Schule erst einmal durchzuschnaufen. Weltreisen, Auszeiten, Jobben ohne Berufsziel oder eben brotlose Kunst lernen!
So gibt es in Dänemark 76 Schulen, in denen die jungen Leute zusammen leben, essen, wohnen - und lernen. Jeder hat eines der fünf Hauptfächer (Musik, Philosophie, Literatur, Theater und Kunst) gewählt. Die Højskole von Testrup ist eine solcher Schulen, die jährlich rund 3500 Jugendliche besuchen. Mit Kost, Logis und Unterricht kostet der Aufenthalt im gemeinnützigen Erwachseneninternat umgerechnet rund 4000 Euro - bemerkenswert: den gleichen Betrag legt der Staat obendrauf. Dafür stellt das Bildungsministerium ein paar Bedingungen an die Volkshochschulen, die mit einer deutschen VHS nur den Namen teilen: Sie müssen mindestens 28 Stunden pro Woche unterrichten, und die Inhalte müssen allgemeinbildend sein - ansonsten sind die Schulen unabhängig.
Initiator war Nikolaj Frederik Severin Grundtvig, der eine lebenswerte Gesellschaft errichten wollte, mit freier Bildung ohne Druck und ohne Paukwissen für alle, stattdessen lernen in einer Gemeinschaft, die auch zusammen lebt. Der Denker wollte vor allem den Geist der Menschen bilden.
Für die Schüler/innen ist es eine tolle Möglichkeit, sich einen Auszeit zu nehmen, herauszufinden, worin man gut ist und vor allem eines zu erleben: wie es ist, einfach nur für sich selbst zu lernen - ohne Zeugnis, ohne Noten, ohne Prüfungen.
Mehr dazu gibt es hier.
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Speed Stacking - das schnelle Becherstapeln macht schlau!
2.6.2010 von admin.
Speed Stacking ist eine sportliche Disziplin, bei der es darum geht so schnell wie möglich 12 Becher aus der Ausgangspostition zu bestimmten Pyramiden zu formen und wieder zu entstapeln, bis die Ausgangsposition erreicht ist. Das Ganze dauert beim 15-jährigen deutschen Weltrekordler Timo Reuhl genau 6,33 Sekunden. Mittlerweile kämpfen tausende von Jugendlichen online und auf realen Turnieren um die Rekorde.
Speed Stacking ist aber nicht nur sportlich eine tolle Herausforderung sondern ist in Bezug auf Lernen sehr interessant: es fördert die Konzentration, die Koordination, die Motivation. die Merkfähigkeit und allgemein die Leistungsfähigkeit. Daher wird Speed Stacking auch in Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen gezielt eingesetzt.
Wer eine Lerncoach-Ausbildung bei mir gemacht hat, kennt dieses Spiel, denn in der Regel wird es als Kurz-Präsentation der Gruppe vorgestellt. Und da kann man am eigenen Leib erfahren, wie lange man am Anfang braucht und wie groß die Leistung ist, dies in 6,33 Sekunden zu schaffen.
Wer mal sehen möchte, wie das funktionert, kann in den Youtube Clip hineinschauen (Geschwindigkeit ist real!)!
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Optimale Prüfungsvorbereitung durch Nichts-Tun!
31.5.2010 von admin.
Die Auswirkung von regelmäßiger Meditation (oder kleinen Trancen) auf die Lernleistung ist nun ebenfalls an der Wake Forest University School in den USA mit folgenden Ergebnissen untersucht worden:
- die Stimmung verbessert sich
- Angstgefühle gehen zurück
- Müdigkeit verringert sich
- Verbesserung des Arbeits-gedächtnisses
- Verbesserung der räumlich-visuellen Wahrnehmung
- verbesserter Umgang mit Zeitdruck
Gerade der letzte Punkt ist sehr wichtig, denn die Gruppe in diesem Experiment, die Meditation ausübte, schnitt in allen Test unter Zeitdruck besonders gut ab. Bleibt noch eine Frage offen: wie haben die Probanden meditiert? Sie sollten sich 20min lang entspannt und mit geschlossenen Augen auf den Rücken legen und sich auf ihre Atmung konzentrieren. Aufkommende Gedanken sollten nicht weiter verfolgt, sondern durch die Konzentration auf die Atmung weitergeschickt werden.
Hier geht‘s zum Artikel auf Spiegel-Online
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Das digitale Netz verändert das Denken
22.5.2010 von admin.
Schon seit vielen Jahren versuchen Gehirnforscher, Psychologen, Pädagogen und Neurologen den Einfluss der zunehmenden Nutzung der digitalen Medien, z.B. das Internet oder Web-Spielen, auf das Denken und die kognitiven wie sozialen Fähigkeiten zu erforschen. Meist kommen sie nicht besonders gut weg: die Konzentrationsfähigkeit würde sinken, die Informationsaufnahme erschwert, ganz zu schweigen von der Verarmung sozialer Kontakte.
Interessant ist, dass aber genau die zunehmende Nutzung von Technik mit ein Faktor (neben z.B. höheres Bildungsniveau und besser Ernährung) dafür ist, dass in den letzten 50 Jahren die durchschnittliche Intelligenz stetig gestiegen ist.
Schon 1994 gab es in den USA erste Untersuchungen, die belegen, dass Computerspiele das räumliche Denken schult und verbessert. Neuere Studien zeigen nun, dass auch das visuelle Vorstellungsvermögen (eine für das Lernen sehr wichtige Grundkompetenz) durch das Computerspielen trainiert wird. Auch der Vorwurf der sozialen Verarmung durch das Kommunizieren in sozialen Netzwerken wie Facebook ist wohl nicht haltbar: in Einsamkeit rutschen vor allem diejenigen, die auch in der Offline-Welt nur wenige Kontakte haben. Sie scheinen also vor allem Spiegel der echten Welt jenseits des Internets zu sein.
Digitale Medien gehören heute einfach zur Alltagswelt dazu, sie haben natürlich viele Nachteile, aber sie haben mindestens genauso viele Vorteile. Wer Computerspielen, Online-Netzwerken, Chatten oder Dauer-SMSen nur negativ sieht, sitzt in einem Elfenbeinturm - unerreichbar und fern der realen Welt.
Ich plädiere dafür, dass Eltern ihre Kinder öfter in deren - auch digitalen - Welt abholen. Sich z.B. ebenfalls in die Netzwerke einloggen und Teil dieser digitalen Welt werden. Oder sich den Spaß machen von Wohnzimmer ins Kinderzimmer zu skypen. Oder auch mal völlig “unnütze” SMS schreiben …! Das würde viel Stress aus dem mancherorts täglichen Gerangel um Nutzungszeiten nehmen.
Artikel zum Thema
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alt und weise - das belegt eine neue Studie
8.5.2010 von admin.
An der University of Michigan haben Forscher zunächst einmal definiert, was eigentlich Weisheit ist und dann untersucht, welcher Altersgruppe diese Eigenschaft am ehesten trägt.Weisheit ist demnach das Verständnis für unterschiedliche Werte und Ansichten (im NLP würden wir sagen: Modell der Welt des anderen respektieren), Einsatz von Kompromisslösungen, bei Konflikten das Einnehmen unterschiedlicher Blickwinkel und die Erkenntnis, dass Einschätzungen immer mit einer gewissen Unsicherheit einhergehen, z.B. weil uns nur begrenzte Informationen zur Verfügung stehen. Solche Merkmale wurden über 60-Jährigen viel stärker zugeschrieben als jüngeren. Unternehmen wären gut beraten, Ältere länger zu behalten und besonders für Aufgaben einzusetzen, in denen Weisheit gefragt ist. Viele Senioren engagieren sich auch als Schülerpaten oder Bildungslotsen, d.h. unterstützen Schüler/innen beim Lernen. Noch mehr könnte auch hier die Weisheit der Älteren genutzt und in die Arbeit integriert werden.Zum kompletten Artikel
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Der Mensch ist mehr als nur eine neurobiologische Funktion
19.3.2010 von admin.
So wichtig und wertvoll die moderne Gehirnforschung für das Verstehen und Begreifen menschlicher Verhaltens-, Denk- und auch Lernweisen ist, so überlegt sollte man mit den gewonnenen Erkenntnissen umgehen. Oftmals wird der Mensch auf rein neurobiologische Funktionen reduziert, ohne dabei das reflektierende Bewusstsein und den Einfluss der Umwelt wirklich miteinzubeziehen.
Aktuelles Beispiel ist die Meldung, dass leichter Stress die Lern- und Gedächtnisleistung von Jugendlichen fördern könne. Fakt ist, dass im jugendlichen Alter das Gehirn noch einmal richtig umgebaut wird. Davon betroffen ist z.B. der Hippokampus, der maßgeblichen Einfluss auf die Gedächntnisleistung hat.
Forscher haben nun entdeckt, dass die Beigabe eines Stresshomons, die durch den Gehirnumbau verursachte Konzentrations- und Merkleistung deutlich erhöht werden könne. Man könne sich vorstellen, dass man hierfür sogar ein Medikament entwickeln kann.
Der Haken: die Entdeckung erfolgte bei Mäusen und nicht bei Menschen. Und da der Mensch ist bekanntermaßen von der Maus unterscheidet, ist diese Erkenntnis schön für die Mäuse, für die Jugendlichen aber völlig irrelevant. Der Mensch hat andere Möglichkeiten, mit solchen Herausforderungen umzugehen - dazu braucht es keineswegs die Unterstützung der Pharmaindustrie!
Hier der Link zum Artikel
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ZDF Sendung über AD(H)S
14.3.2010 von admin.
ADHS ist immer ein wichtiges Thema für alle, die sich mit Lernen und Schule beschäftigen. Viele Meinungen gibt es hierzu: Angefangen von “ADHS ist eine reine Erfindung von überforderten Eltern und Lehrern” bis hin zu “ADHS muss medikamentös behandelt werden”.
Die ZDF Sendung 37° hat einen Beitrag gemacht über 11 Kinder, die vorher medikamentös behandelt wurden und auf einer Alm auf 2400 Meter Höhe wieder lernen sollen, wie sie Selbstwirksamkeit, Selbstverantwortung und Selbstwahrnehmung erleben können.
Hier kann der Beitrag angesehen werden.
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Was zum Lachen für alle, die sich mit Lernen beschäftigen!
10.3.2010 von admin.
Heute habe ich einen lustigen Witz gelesen: Halbierung des Kindergeldes, wenn 2x die Hausaufgaben nicht gemacht wurden! Ich habe herzlich gelacht ob dieser obskuren Idee - bis ich realisierte, dass das überhaupt kein Witz war. Der SPD-Politiker und Bundesbank Vorstand Theo Sarazzin hat diesen Vorschlag allen Ernstes gemacht.
Da weiß ich gar nicht, ob ich über so viel Naivität und Einfachheit trotzdem lachen soll … ?
Ich habe beschlossen, es weiterhin als (schlechten) Witz aufzufassen und keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden.
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Hat das Geschlecht der Lehrer/innen einen Einfluss auf die Förderung der Schüler/innen?
6.3.2010 von admin.
Angesichts der Frauendominanz im Bildungsbereich - zumindest in den Grundschulen - mag man an einen direkten Zusammenhang erkennen zwischen der Tatsache, dass Jungs schlechter benotet und seltener fürs Gymnasium empfohlen werden und dem deutlichen Überhang an Lehrerinnen. Seit 1981 haben die Mädchen die Jungs bei der Abiturquote überholt - seitdem baut sich der Vorsprung stetig aus auf ca. 30% Mädchen und 21% Jungen im Jahre 2007.
Schon seit längerem wird diskutiert, Jungen in Zukunft gezielter zu fördern - hat doch die Emanzipation und Förderung der Mädchen zu durchschlagendem Erfolg geführt. Auf Kosten von Jungs, fürchten so manche und fordern eine Quote an männlicher Bezugspersonen.
Doch ganz so eindeutig scheint dieser Zusammenhang nicht zu sein, so wollen zwei neuere Sekundäranalysen belegen: Forscher werteten Bewertungen von Schülern aus und setzten sie in Korrelation zur Geschlechterverteilung der Lehrerschaft. Und so scheint es keinen echten Effekt des Geschlechtes auf die Beurteilung zu geben.
Ich denke, dass weniger das Geschlecht des Lehrers/der Lehrerin sondern vielmehr seine Einstellung und Haltung eine Rolle spielt - das zeigen zumindest eine Vielzahl von Untersuchungen. Wenn Lehrer/innen meinen, bestimmte Schüler/innen seien besonders zu fördern und es sei auch wichtig bzw. sozial anerkannt, diese besonders zu fördern, dann führt diese Haltung dazu, dass Schüler/innen davon wirklich profitieren können.
Mehr zum ausführlichen Artikel auf Spiegel-online.
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