Archive für Mai 2010

Optimale Prüfungsvorbereitung durch Nichts-Tun!

Die Auswirkung von regelmäßiger Meditation (oder kleinen Trancen) auf die Lernleistung ist nun ebenfalls an der Wake Forest University School in den USA mit folgenden Ergebnissen untersucht worden:

  • die Stimmung verbessert sich
  • Angstgefühle gehen zurück
  • Müdigkeit verringert sich
  • Verbesserung des Arbeits-gedächtnisses
  • Verbesserung der räumlich-visuellen Wahrnehmung
  • verbesserter Umgang mit Zeitdruck

Gerade der letzte Punkt ist sehr wichtig, denn die Gruppe in diesem Experiment, die Meditation ausübte, schnitt in allen Test unter Zeitdruck besonders gut ab. Bleibt noch eine Frage offen: wie haben die Probanden meditiert? Sie sollten sich 20min lang entspannt und mit geschlossenen Augen auf den Rücken legen und sich auf ihre Atmung konzentrieren. Aufkommende Gedanken sollten nicht weiter verfolgt, sondern durch die Konzentration auf die Atmung weitergeschickt werden.

Hier geht‘s zum Artikel auf Spiegel-Online

Das digitale Netz verändert das Denken

Schon seit vielen Jahren versuchen Gehirnforscher, Psychologen, Pädagogen und Neurologen den Einfluss der zunehmenden Nutzung der digitalen Medien, z.B. das Internet oder Web-Spielen, auf das Denken und die kognitiven wie sozialen Fähigkeiten zu erforschen. Meist kommen sie nicht besonders gut weg: die Konzentrationsfähigkeit würde sinken, die Informationsaufnahme erschwert, ganz zu schweigen von der Verarmung sozialer Kontakte.

Interessant ist, dass aber genau die zunehmende Nutzung von Technik mit ein Faktor (neben z.B. höheres Bildungsniveau und besser Ernährung) dafür ist, dass in den letzten 50 Jahren die durchschnittliche Intelligenz stetig gestiegen ist.

Schon 1994 gab es in den USA erste Untersuchungen, die belegen, dass Computerspiele das räumliche Denken schult und verbessert. Neuere Studien zeigen nun, dass auch das visuelle Vorstellungsvermögen (eine für das Lernen sehr wichtige Grundkompetenz) durch das Computerspielen trainiert wird. Auch der Vorwurf der sozialen Verarmung durch das Kommunizieren in sozialen Netzwerken wie Facebook ist wohl nicht haltbar: in Einsamkeit rutschen vor allem diejenigen, die auch in der Offline-Welt nur wenige Kontakte haben. Sie scheinen also vor allem Spiegel der echten Welt jenseits des Internets zu sein.

Digitale Medien gehören heute einfach zur Alltagswelt dazu, sie haben natürlich viele Nachteile, aber sie haben mindestens genauso viele Vorteile. Wer Computerspielen, Online-Netzwerken, Chatten oder Dauer-SMSen nur negativ sieht, sitzt in einem Elfenbeinturm - unerreichbar und fern der realen Welt.

Ich plädiere dafür, dass Eltern ihre Kinder öfter in deren - auch digitalen - Welt abholen. Sich z.B. ebenfalls in die Netzwerke einloggen und Teil dieser digitalen Welt werden. Oder sich den Spaß machen von Wohnzimmer ins Kinderzimmer zu skypen. Oder auch mal völlig “unnütze” SMS schreiben …! Das würde viel Stress aus dem mancherorts täglichen Gerangel um Nutzungszeiten nehmen.

Artikel zum Thema

3200 Bildungslotsen sollen Hauptschüler in die Ausbildung begleiten

Vor dem Hintergrund der vielen Schulabbrecher und Absolventen ohne Schulabschluss, hat Bildungsministerin Annette Schawan Anfang Mai ein Budget von 755 Millionen Euro locker machen können, um in Zukunft Hauptschüler in die Ausbildung zu begleiten.

3200 so genannte Bildungslotsen (davon ca. 1/3 Ehrenamtliche) sollen diese Aufgabe bei insgesamt 60.00. Schüler/innen übernehmen und diese ab der 7. Klasse bis zu Beginn der Ausbildung unterstützen. Das Programm ist bis auf das Jahr 2018 befristet.

1000 dieser Bildungslotsen sollen Praktiker aus dem Berufsleben sein, auch Lotsen mit Migrationshintergrund sollen gezielt angeworben werden. Dazu kommen Ehrenamtliche, Senioren, Sozialarbeiter und andere geeignete Personen.

Wie diese Bildungslotsen ausgebildet werden sollen, damit sie diese verantwortungsvolle Aufgabe gut ausüben können, ist noch unklar.

11 neue Lerncoaches erfolgreich ausgebildet!

Am Sonntag, den 09.05.2010 ist die 9. Lerncoach-Ausbildung erfolgreich zu Ende gegangen. 11 frisch-gebackene Lerncoaches gehen jetzt den schon während des Kurses eingeschlagenen Weg weiter. Auf diese Weise wird der Samen zu effektivem, erfolgreichen und einfachen Lernen immer weiter ausgestreut! Ich wünsche allen viel Erfolg und Spaß bei ihrer Arbeit als Lerncoach.

alt und weise - das belegt eine neue Studie

An der University of Michigan haben Forscher zunächst einmal definiert, was eigentlich Weisheit ist und dann untersucht, welcher Altersgruppe diese Eigenschaft am ehesten trägt.Weisheit ist demnach das Verständnis für unterschiedliche Werte und Ansichten (im NLP würden wir sagen: Modell der Welt des anderen respektieren), Einsatz von Kompromisslösungen, bei Konflikten das Einnehmen unterschiedlicher Blickwinkel und die Erkenntnis, dass Einschätzungen immer mit einer gewissen Unsicherheit einhergehen, z.B. weil uns nur begrenzte Informationen zur Verfügung stehen.  Solche Merkmale wurden über 60-Jährigen viel stärker zugeschrieben als jüngeren. Unternehmen wären gut beraten, Ältere länger zu behalten und besonders für Aufgaben einzusetzen, in denen Weisheit gefragt ist. Viele Senioren engagieren sich auch als Schülerpaten oder Bildungslotsen, d.h. unterstützen Schüler/innen beim Lernen. Noch mehr könnte auch hier die Weisheit der Älteren genutzt und in die Arbeit integriert werden.Zum kompletten Artikel

Manuskript “ich lern einfach” ist fertig

Nach einigen sehr intensiven Schreibwochen an dem neuen Buch “ich lern einfach”, das im September im Südwest Verlag erscheint, ist das Manuskript nun beim Verlag und wartet auf die Weiterverarbeitung.Endlich kann ich mich wieder den Themen widmen, die mir wichtig sind und die leider etwas zu kurz kamen.

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